Mein Name ist LORD SOTH - Ritter der Schwarzen Rose...
Einst war ich ein
strahlender, ehrenvoller Ritter. Ich kämpfte zum Ruhme meines
Gottes Paladin. Doch dann senkten sich Schatten über mein
Leben...
Ich gehörte dem Orden der Ritterschaft von Solamnia an. Diese
Ritter standen für die absolute Ehre: Est Sularis oth Mithas -
Die Ehre ist mein Leben.
Wir kämpften im ganzen Land für Recht und Ordnung und
beteten nach jeder gewonnenen Schlacht zu unserem Gott Paladin. Doch
ich beschmutzte diesen Kodex, indem ich mich meiner Begierde hingab
und eine junge Elfe, eine verehrte Tochter Paladin´s,
verführte, obwohl ich verheiratet war. Sie wurde schwanger und
mir blieb nichts anderes übrig, als sie zu ehelichen. Doch
zuvor mußte ich mich meiner Ehefrau entledigen...
Wir heirateten. Doch die Gerüchte um den Tod meiner Frau und
um die überhastete Heirat wurden stärker.
Schließlich fand man Beweise für meine Tat und ich wurde
vor dem hohen Rat der Ritterschaft zum Tode verurteilt.
In der Nacht vor meiner Hinrichtung wurde ich von meinen treuen
Gefolgsmännern aus dem Gefängnis befreit und kehrte in
meine Burg Dargaard zurück. Ich hätte nun ein schönes
Leben führen können, doch ich konnte den Ausstoß aus
der Ritterschaft einfach nicht akzeptieren. Ich verwahrloste von Tag
zu Tag. Nach einigen Monaten war aus dem einst so stolzen Ritter ein
gebrechlicher, verbitterter Mann geworden...
Ich betete zu Paladin und bat um eine zweite Chance. Und ich bekam
sie! Die Götter übertrugen mir eine geheiligte Aufgabe:
Ich sollte den wahnsinnigen Königspriester von Istar von einem
schwerwiegenden Vorhaben abhalten. Sollte ich versagen, würde
die Welt Krynn eine riesige Katastrophe heimsuchen. Sollte ich
Erfolg haben, wollte Paladin meiner Seele endlich ihren Frieden
geben.
Ich ritt in Richtung Istar, als mich plötzlich Zweifel
über die Treue meiner Elfenfrau überkamen. Diese Zweifel
waren ohne Frage von Takhisis, der Göttin des Bösen
gestreut worden. Rasend vor Zorn machte ich auf meinem Weg kehrt und
ritt wieder nach Dargaard. Als ich dort ankam und meine unschuldige
Elfe mit den Anschuldigungen konfrontierte, war der Himmel
plötzlich von Feuer erfüllt:
Ein riesiger Berg aus Stein und Lava traf die unheilige Stadt
Istar, spaltete Ozeane und ganze Kontinente. Dargaard stand in
Flammen, die Elfenfrau stand in Flammen.
Mit ihrem letzten Atemzug streckte sie mir das neugeborene Kind zur
Rettung entgegen, doch in meinem Zorn wendete ich mich von ihr ab.
Beide verbrannten und die Elfe belegte mich während ihres
Todeskampfes mit einem Fluch.
Schließlich kam auch ich in den Flammen um. Doch ich war
nicht tot. Am nächsten Tag erhob ich mich aus der Asche und
mußte feststellen, daß nichts Lebendiges mehr an mir
war. Ich war zu einem Untoten, einem Wesen der Nacht geworden. Die
einst so stolzen Zeichen meiner Ritterschaft, die Rose und der
Eisvogel auf meiner Rüstung, waren verkohlt. Seitdem werde ich
nur noch als Ritter der schwarzen Rose bezeichnet.
Meine Macht ist groß: Ich kann mit einem Wort meine Gegner zu
Staub zerfallen lassen, ich befehlige eine Armee von Untoten und ich
bin unsterblich. Ich diene jetzt der Königin der Finsternis:
Takhisis.
Doch mein Leben ist von Trauer erfüllt..
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